Dass der Sommer schon vorbei sein soll, können und wollen wir nicht einfach hinnehmen. Zumal es noch so viele unentdeckte Flecken auf Spitzbergen gibt. Zugegeben, das können wir auch nicht mehr nennenswert ändern – aber das ist doch noch lange kein Grund tatenlos herum zu sitzen!
Was tun wir also mit der uns verbleibenden Zeit?
Wir könnten auf dem Campingplatz bleiben und ein paar Tagestouren machen.
Vorteil: Der Komfort des Service-Gebäudes bleibt erhalten. Nachteil: Man kommt nicht weit.
Wir könnten Kajaks mieten und damit den Fjord erkunden.
Vorteil: Eine völlig andere Sicht aufs Land. Nachteil: Nass und sehr windig, das ist eher ein Plan für Juli.
Wir könnten mit einem Ausflugsdampfer wie der „Polargirl“ oder der „Longøysund“ auf Entdeckungstour gehen.
Vorteil: Bequemer geht es kaum. Nachteil: Mit viel Ruhe die Arktis genießen geht so nicht.
Aber wofür haben wir denn Trekking-Rucksäcke, Wanderschuhe und Instant-Mahlzeiten?
Der Plan kann also nur lauten: Wir packen unsere sieben(hundert) Sachen und erkunden das Land zu Fuß.
Die mehr oder weniger vorgegebene Maximaldauer der Tour, festgelegt durch unverrückbare Begleitumstände, schließt zwar einige Ziele aus, nach einem Blick auf die Karte sind wir uns jedoch schnell einig.
Vom Campingplatz Longyearbyen aus wollen wir das Adventdalen entlang bis zum Berg Janssonhaugen wandern, dort in Richtung Norden bis zum Vogelfelsen bei Diabasodden. Weiter geht es entlang der Küste, der untergehenden Sonne entgegen, und wieder nach Süden bis Advent City. Schließlich werden wir zurück im Adventdalen sein und dort den Fluß queren, um zurück nach Longyearbyen zu kommen.
Grob überschlagen liegt eine Strecke von gut 100 Kilometern (Luftlinie), ohne Abstecher zu Gletschern oder auf Bergrücken, vor uns. Packen wir es an!
Um Missverständnissen vorzubeugen: Ja, davon war die Rede. Unterwegs ging es nicht.
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